Vielseitige Orchesterarbeit beim HSB
Neben der Ausbildung im Unterricht, gibt es die Möglichkeit in einem unserer Orchester mitzuspielen. Das Orchesterspiel kann Dinge beibringen, die man im Unterricht und beim alleine Spielen nicht lernt: Beim Musizieren auf andere hören, als Teil einer Gruppe etwas Großes erreichen, ein anderes Gefühl für die Musik bekommen. Beim Harmonika-Spielring ist man bestrebt, die Schüler zusätzlich zur fundierten Ausbildung im Unterricht auch zu qualifizierten Orchesterspielern zu formen.
Nach ein bis zwei Jahren, je nach Fortschritt und Begabung, beginnen die Schüler mit dem Orchesterspiel.
Auf die Frage, warum sie Orchesterarbeit so liebt, antwortete die Dirigentin des 1. Orchester, Kerstin Maurer:
Warum ich Orchesterarbeit so liebe? Interessant ist dazu eine Aussage von Robert Schumann:
"Liebe dein Instrument, halte es aber nicht in Eitelkeit für das Höchste und Einzige! Bedenke, dass es noch andere und ebenso schöne gibt! Bedenke (...), dass im Chor und Orchester das höchste der Musik zum Ausdruck kommt. Wenn alle erste Violine spielen wollten, würden wir kein Orchester zusammenbekommen (...)."
Jeder Musiker im Orchester muss sich gleichwertig aufgenommen fühlen. Und nur in der Gemeinschaft sind Orchestermusiker stark. Wenn wir - gerade im Amateurbereich - unser Musikstück durch viel Üben und Probieren gemeinsam erarbeiten, erklingt dann auch Harmonisches. Wenn wir auch im persönlichen Kontakt harmonisch miteinander umgehen, bringen wir beste Musik hervor. Die Begriffe "Kameradschaft" und "Gemeinsamkeit" haben somit für mich (auch) im Orchester einen hohen Stellenwert. Sicher oft als Gegensatz zu einer Arbeitswelt und einer Gesellschaft, die "alte Werte" nicht zu schätzen weiß. Interessant ist dabei, wie viele meiner jungen Orchesterspieler diese Werte plötzlich erkennen und dann selbst nachhaltig danach handeln.
"(...) und lernen, ihr eigenes Ego nicht mehr so in den Vordergrund zu stellen (R.Schumann)."
